Icon Amerikanische Kermesbeere
Wirkstoffe

Amerikanische Kermesbeere
(Phytolacca americana)

Die amerikanische Kermesbeere wurde in der Geschichte lange als Färberpflanze verwendet. In der Homöopathie wird sie eingesetzt bei Entzündungen von Drüsen und lymphatischem Geweben wie Mandelentzündung, Brustdrüsenentzündung oder Akne und Erkrankungen der Gelenke, Muskeln oder Nerven wie entzündlichen Gelenkschmerzen und Ischialgie.

Weitere Namen der Amerikanischen Kermesbeere

Phytolacca americana, Schminkbeere, zehnmännige Kermesbeere

Wichtige Inhaltsstoffe der Amerikanischen Kermesbeere

Triterpensaponine, Lignane, Lectine, Phytolaccanin

Aussehen der Amerikanischen Kermesbeere

Die amerikanische Kermesbeere kann mehrere Meter hoch werden. An den Trieben sitzen die eiförmigen, spitz zulaufenden Laubblätter. Dazwischen sitzen die rispenförmigen, länglichen Blüten- und Fruchttriebe. Diese sind oft mehrere Zentimeter lang und neigen sich im Laufe des Wachtsums bodenwärts (anders als bei der indischen/asiatischen Kermesbeere). Im Sommer bilden sich einzeln an den Trieben sitzende, kleine, grünlich-weiße, fünfblättrige Blüten mit einem zentralen tiefgrünen Fruchtknoten. In der Blüte verfärben sich die Triebe der Pflanze rosa bis intensiv-pink. Die reifen Beeren sind fleischig und tief-schwarzviolett. Sie können bis zu 1 cm groß werden. Im Winter stirbt die oberirdische Pflanze ab, die Wurzel überdauert aber bis ins nächste Frühjahr und treibt neu aus.

Verbreitung der Amerikanischen Kermesbeere

Die amerikanische Kermesbeere stammt – wie ihr Name schon vermuten lässt – ursprünglich aus Nordamerika. Inzwischen ist sie aber auch in Europa als Neophyt angesiedelt und breitet sich in einigen Gebieten (in Deutschland z.B. Baden-Württemberg) als invasive Art sehr schnell aus und macht so einigen einheimischen Pflanzen ihre Lebensräume (vor allem feuchte, lichte Wälder) streitig. Zudem nimmt man an, dass die Pflanze Stoffe in den umgebenden Boden abgibt, die das Wachstum der Pflanzen in ihrem Umkreis hemmt, sodass sich oft dschungel-artige Monokulturen aus Kermesbeerpflanzen bilden.

Heilkraft und Anwendung der Amerikanischen Kermesbeere in der Naturheilkunde

Phytolacca wirkt besonders auf Drüsen sowie Knochen, Gelenke und Muskeln. Für die Erkrankungen gilt hierbei, dass sie sich durch Bewegung sowie feucht-kalte Witterung und Wärme verschlechtern. Phytolacca wird eingesetzt bei
  • Entzündungen von Drüsen und lymphatischem Geweben wie
    • Tonsillitis (Mandelentzündung)
    • astitis (Brustdrüsenentzündung)
    • Akne/Follikulitis (Entzündung der Talgdrüsen an den Haarwurzeln)
    • Erkrankungen der Gelenke, Muskeln oder Nerven
  • Entzündliche Gelenkschmerzen (Arthritiden), z.B.
    • Gicht
    • Rheumatoide Arthritis
  • Ischialgie (Schmerzen im Bereich des Ischias-Nervs)

Interessante Fakten zur Amerikanischen Kermesbeere

Die amerikanische Kermesbeere hat viele verschiedene Bezeichnungen. Einige wie Phytolacca (griechisch „φυτό [fytó]“ = Pflanze und lateinisch „lacca“=Lack), Schminkbeere oder das englische inkberry oder pokeweed deuten auf die Nutzung als Färbepflanze hin. Phytolacca enthält einen Subtyp der Farbstoffklasse der Betacyanine, die beispielsweise auch in Roter Beete vorkommen. Neben dem Färben von Textilien, Tinte und Papier erhielt der Farbstoff der amerikanischen Kermesbeere nach deren Einführung in Europa noch wegen eines weiteren Einsatzgebiets viel Beachtung: Rotwein konnte mithilfe der Beeren satt dunkelrot eingefärbt werden. So sahen selbst dünnen Weine – zumindest auf den ersten Blick – nach besonders edlen Tropfen aus.

Neben der Täuschung der Kunden bot sich noch ein zusätzliches Problem: die Beeren der Kermesbeere (sowie alle anderen Pflanzenteile außer sehr jungen Trieben und Blättern) sind giftig und lösen beim Verzehr größerer Mengen Magen-Darm-Beschwerden und Krämpfe aus. Damit machte einem nach dem Verzehr von mit Phytolacca versetztem Wein im Zweifelsfall nicht nur der Kater am nächsten Morgen Beschwerden.

Während vor allem die reifen Früchte und die Wurzeln giftig sind, können junge Blätter und Triebe nach einer relativ aufwändigen Zubereitung mit mehrmaligem Kochen in heißem Wasser als Salat (pokeweed salad oder poke sallet) verzehrt werden. Der Geschmack soll Spinat ähneln, allerdings mit einer bitteren Note.

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